Comrades Ultra Marathon
12.07.2018 | digatus | 8 min Lesezeit
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Axel Ritters­haus läuft für den guten Zweck

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Axel Rittershaus ist einer der digatus Geschäftspartner der ersten Stunde. Seine Ortskenntnisse und sein Netzwerk in Südafrika haben uns geholfen, ein besseres Gefühl für das Land und diesen, für uns bis dahin neuen, Markt zu entwickeln und schließlich mit tatkräftiger Unterstützung den Markteintritt in Kapstadt zu wagen. Neben seiner Arbeit als Business Coach läuft Axel regelmäßig Ultra Marathons und sammelt in diesem Zuge Spenden für Wohltätigkeitsorganisationen. Da wir seinen Einsatz für soziale Projekte sehr schätzen und befürworten, unterstützen wir ihn gerne bei seinem Engagement.

Der Coach und Läufer

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Axel ist seit 2003 internationaler Executive Coach und Führungskräfte-Trainer. Als Ausgleich zum Arbeitsalltag und um zumindest ein bisschen sportlich aktiv zu sein, ging er früher etwa ein bis zweimal pro Woche laufen. 2007 packte ihn dann während eines Südafrika-Urlaubs endgültig das Lauf-Fieber. Rückblickend war der Auslöser eine Broschüre des dortigen Two Oceans Ultra Marathon (in diesem Fall über eine Strecke von 56km). In Südafrika gilt man jedoch erst als echter Läufer, wenn man den ältesten und größten Ultra Marathon bewältigt hat, den Comrades Ultra Marathon. Deshalb war es fortan Axels erklärtes Ziel, den diesen Ultra Marathon zu laufen.

Seitdem hat Axel, der seit 2010 in Südafrika lebt, sich dieser gewaltigen Herausforderung bereits fünf Mal erfolgreich gestellt. Am 10.06.2018 nahm er nun an seinem sechsten Comrades Marathon in Durban teil. Als einer von 19058 Teilnehmern stellte sich Axel der 90,184 km langen Strecke und bewältigte diese in 09:15:44 Stunden.

Übersicht seit 2007:

  • Läufe: 37 Marathon Läufe = 17x Ultra + 20 (normaler) Marathon, davon:
  • 5x Comrades Ultra Marathon
  • 10x Two Oceans Ultra Marathon
  • 2x Three Peaks Ultra Trail

Zusätzlich:

  • 20x Ultra distance Trainingsläufe

Comrades - Laufen für den guten Zweck

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Der Comrades Ultra Marathon in Südafrika wird bereits seit 1921 ausgetragen. Die Laufrichtung wechselt jedes Jahr. Einmal der „down run“ von Pietermaritzburg im Landesinneren nach Durban an die Küste, im nächsten Jahr dann der „up run“ von der Küste ins Landesinnere. Beim „down run“ bewältigt man trotz des Namens rund 1200 Höhenmeter Anstieg, läuft insgesamt aber 1800 Höhenmeter nach unten. Beim „up run“ entsprechend andersherum. Die Streckenlänge beträgt zwischen 87 und 90,3 km – je nach Richtung und gelegentlichen straßenbaulichen Anpassungen.

ComradesDown RunProfil
Comrades 2018 down run

Die größten Herausforderungen bei diesem Lauf sind laut Axel:

  • Die ersten 40 km (!) nicht zu schnell zu laufen
  • Sich von der noch zu absolvierenden Distanz nicht verrückt machen zu lassen
  • Der inneren Stimme und den nagenden Fragen, warum man das tut, zu widerstehen
  • Nicht über die auf der Straße befindlichen Katzenaugen zu stolpern
  • Sich nicht zu verletzen
  • Genug zu essen, aber nicht zu viel
  • Genug zu trinken, aber nicht zu viel
  • Regelmäßig Salz zu sich zu nehmen
  • Zu lächeln

Neben der sportlichen Herausforderung sammeln die Teilnehmer Geld für einen guten Zweck. In diesem Jahr gingen die Spendengelder von mehr als 3 Millionen Rand (umgerechnet etwa 193.700 €) an sechs wohltätige Organisationen. Axel lief als „Kuh“ für The Cows for CHOC, eine Wohltätigkeitsorganisation, welche durch die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen Spenden für CHOC sammelt. Die Childhood Cancer Foundation SA (CHOC), ist die einzige südafrikanische Wohltätigkeitsorganisation, die sich auf die Unterstützung krebskranker Kinder und ihrer Familien konzentriert. Das von den Kühen eingesammelte Geld hilft CHOC dabei, Unterkünfte, Essen, Transportmöglichkeiten und Sozialarbeiter für krebskranke Kinder zu bezahlen.

Axel Rittershaus am Stand von The Cows for CHOC
Axel Rittershaus am Stand von The Cows

The Cows“ heißen so, weil man in einem Sport-Outfit mit Kuhmuster beim sportlichen Event antritt. Manche Teilnehmer gehen so weit, dass sie in einem kompletten Kuh-Kostüm auf die Strecke gehen. „The Cows“ sind in Südafrika sehr bekannt und es ist Tradition, dass die Zuschauer zur Unterstützung den Läufern an der Strecke ein „Muuuuuh“ zurufen.

Anführungszeichen
In meinem Kuh-Outfit bekam ich (gefühlt) tausende von motivierenden „Muh“-Zurufen und „I like to muuuuh-ve it muuuuh-ve it“ Gesänge zu hören.
Axel Rittershaus

Running for more than yourself

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Axel Rittershaus: Jeder Lauf, insbesondere jeder Ultra-Marathon, ist primär eine mentale Herausforderung. Nicht aufzugeben, egal wie hart es gerade ist, entscheidet über einen erfolgreichen Zieleinlauf oder einen Abbruch.

Für eine Charity-Organisation zu laufen verändert vieles. Wann immer ich mit mir zu kämpfen hatte, ganz besonders auf den letzten 20 km, bei denen es sehr lange auch steil bergab geht (und wenn man 70 km in den Beinen hat, ist bergab laufen nicht wirklich angenehm für die Oberschenkel), hatte ich zwei Gedanken, die mich immer angetrieben haben:

  1. Ich habe selbst die Entscheidung getroffen, hier teilzunehmen und ich habe mich sehr gut vorbereitet. Ein krebskrankes Kind und seine Familie hat weder die Entscheidung für die Krebserkrankung getroffen, noch sich gut auf den Kampf mit dem Krebs vorbereiten können.
  2. Ein Kind, und auch jeder Erwachsene, der eine Chemotherapie mitmacht, hat keine Ahnung, wann die Behandlungen zu Ende sind und ob sie ein gutes Ende haben werden. Ich wusste genau, dass nach exakt 90,2 km die Ziellinie auf mich wartet.

Soziales Engagement ist ansteckend

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Wir freuen uns sehr über einen baldigen Besuch von Axel im Münchner Büro. Im Rahmen unserer digatus academy erwartet unsere Kollegen ein spannender Vortrag zum Thema Leadership. Sicherlich werden wir dort auch noch einige Eindrücke und Erfahrungen aus dem Comrades Marathon mitnehmen können. Was sicherlich den ein oder anderen Mitarbeiter dazu ermutigen wird, seinem guten Beispiel zu folgen und sich für andere zu engagieren.

Wir sind ausgesprochen stolz, Axel zu unterstützen und so auch einen kleinen Beitrag leisten zu können.

digatus engagiert sich

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