MVP
21.09.2018 | Daniel Bäumler | 5 min Lesezeit
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MVP für Einsteiger: Die Vorteile

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In der klassischen Produktentwicklung vergeht viel Zeit zwischen der initialen Produktidee und der finalen Veröffentlichung. Dabei besteht die große Gefahr, an den Bedürfnissen der potentiellen Kunden vorbei zu entwickeln. Um dieses Risiko zu reduzieren und den Entwicklungsprozess zu beschleunigen, nutzen wir Minimum Viable Products (MVPs).

Was ist ein Minimum Viable Product?

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Ein MVP dient vorrangig zum Testen neuer Produktideen auf ihre Marktfähigkeit und unterstützt dadurch zum Beispiel Startups in ihrer Anfangsphase bei der Ideenfindung und -validierung. Aber auch für etablierte Unternehmen ist diese Methode eine gute Möglichkeit, um die eigene Produktentwicklung agiler zu gestalten.
Zunächst wird ein einfaches Basisprodukt erstellt. Diese vorläufige Version des späteren Produkts ist minimal funktionsfähig, sie legt den Fokus also nur auf die entscheidenden Kernfunktionen, ist nutzbar und verfügt bereits über eine gute Usability. Ein MVP muss bei Weitem nicht perfekt sein, es soll nur die eigentliche Idee und den angestrebten Nutzen des Produkts vermitteln. Dadurch kann schnell und mit geringem Aufwand überprüft werden, ob überhaupt ein Bedarf am Markt besteht und ob damit die Wünsche der Zielgruppe erfüllt werden. Anhand des erhaltenen Feedbacks der potentiellen Nutzer, wird das MVP anschließend kontinuierlich erweitert und verbessert.
Bei einem MVP geht es also um zwei sehr unterschiedliche Faktoren, die es geschickt zu kombinieren gilt: Simplizität und Nutzen.

MVP für Einsteiger
Minimum Viable Product (MVP) - minimal funktionsfähiges Produkt

Welche Vorteile ergeben sich durch MVPs?

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1. Risiko reduzieren
Entwickelt man ein neues Produkt, so trifft man zunächst zahlreiche Annahmen und Vermutungen, sowohl über den Absatzmarkt als auch über die potentiellen Nutzer. Einige dieser Mutmaßungen können sich im Laufe des Entwicklungsprozesses jedoch als falsch oder nur teilweise zutreffend erweisen. Der Einsatz eines MVP kann dabei helfen, die getroffenen Annahmen frühzeitig und relativ kostengünstig zu verifizieren. Außerdem minimiert sich das Risiko weiter, wenn die zahlreichen Feature-Ideen zu Prozessbeginn eingeschränkt werden und dadurch die Komplexität reduziert wird.

 

2. Time-to-Market verkürzen
Eine klassische Produktentwicklung mit einem vollwertigen Endprodukt nimmt viel Zeit und Geld in Anspruch. Ziel der Unternehmen ist es dementsprechend, die Entwicklungsdauer und somit die Time-to-Market weitestgehend zu reduzieren. Dies wird zum Beispiel erreicht durch die Reduktion der Produkt-Features auf die Grundfunktionen, denn gemäß des Chaos Reports der Standish Group werden im Softwarebereich mehr als 60% der Funktionen nicht genutzt.

Vorteile durch den Einsatz von MVPs
Vorteile durch den Einsatz von Minimum Viable Products

3. Kundenbedürfnisse präziser erfüllen
MVPs helfen dabei, die Bedürfnisse der potentiellen Kunden frühzeitig zu erkennen. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, von Anfang an sehr präzise auf die Wünsche der Nutzer einzugehen und ihnen somit einen größtmöglichen Mehrwert zu bieten.

 

4. Produkt weiterentwickeln und verbessern
Durch den initialen Fokus auf die reinen Kernfunktionen, besteht zukünftig weiteres Potential für die Weiterentwicklung und Verbesserung des Produkts. Durch die sukzessive Einführung weiterer Features entlang der Kundenwünsche reift das Produkt weiter aus und kann mit der Zeit sein volles Potential entfalten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es jedoch entscheidend, umfangreiche Analysen zum MVP durchzuführen und das erhaltene Feedback konsequent umzusetzen und zu leben.

Wo kommen MVPs zum Einsatz?

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MVPs finden häufig in der agilen Produktentwicklung Anwendung und bilden ein Pendant zu klassischen Methoden. Besonders beliebt ist dieses Vorgehen in der modernen Softwareentwicklung. Jeder hat heute die Möglichkeit, Produkte wie Webportale oder Apps schnell und unkompliziert zu veröffentlichen und zu aktualisieren. Somit kann der Kunde das MVP direkt verwenden und Unternehmen erhalten unmittelbar Feedback von ihrer Zielgruppe, um das Produkt zu verbessern und zu erweitern.

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Daniel Bäumler

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