03.07.2019 | digatus | 6 min Lesezeit
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Jobrad als beliebter Mitarbeiter-Benefit

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Laut der „War for Talents“ Studie der Firma SEMrush aus dem Jahr 2018 gewinnen Sachleistungen für Arbeitnehmer zunehmend an Bedeutung. Das Suchvolumen für Mitarbeiter-Benefits vervierfachte sich innerhalb der vergangenen vier Jahre, wobei vor allem das Interesse an Dienstfahrrädern einen starken Anstieg von 292% verzeichnete.

Da sich unsere Büros in Ballungsräumen mit hohem Verkehrsaufkommen befinden, bieten wir unseren Mitarbeitern seit kurzem ein Jobrad-Modell an. Das Fahrrad soll für sie eine umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zu Dienstwagen oder den zu Stoßzeiten häufig überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln darstellen. Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad reduziert den Verkehrslärm sowie die Schadstoffbelastung und sorgt außerdem für eine Entlastung vielbefahrener Straßen. Für den Radfahrer selbst entfallen zudem die teilweise sehr aufwändige Parkplatzsuche und lange Wartezeiten während der täglichen Rush-Hour in Großstädten wie unserem Hauptsitz München.

Was ist ein Jobrad?

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Das Konzept für Dienstfahrräder ist angelehnt an die bekannten Dienstwagenleasing-Modelle für Autos und wendet sich an Angestellte und Selbständige. Ziel ist es, das Dienstfahrrad zukünftig als gleichwertige Alternative zu einem Dienstwagen anzubieten und zu etablieren. Arbeitnehmer suchen sich selbst ein für ihre Bedürfnisse und Anforderungen passendes Fahrrad oder E-Bike aus. Dabei gibt es keine Beschränkungen bezüglich des Rad-Typs noch der Marke, es gilt lediglich ein Mindestpreis für das Fahrrad.
Das Jobrad dient den Arbeitnehmern hauptsächlich für den täglichen Arbeitsweg, wobei aber keine Mindestnutzung vorgeschrieben ist. Darüber hinaus kann das Dienstrad vollkommen frei auch im Privatleben genutzt werden, beispielsweise für alltägliche Besorgungen, zum Sport oder zur Freizeit.

Welche Vorteile bringen Dienstfahrräder?

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Gegenüber dem herkömmlichen Erwerb eines Fahrrads können sich bei Jobrädern Einsparungen von bis zu 40% ergeben. Das liegt vorrangig an den steuerlichen Vorteilen, welche vor allem durch die neu eingeführte 0,5%-Regel begünstigt werden. Wird das Jobrad über eine Gehaltsumwandlung bezogen, ist seit Januar 2019 der geldwerte Vorteil für die private Nutzung des Rads mit 0,5% des Brutto-Listenpreises zu versteuern. Davor lag der Steuersatz noch bei 1%. Handelt es sich um ein komplett vom Arbeitgeber finanziertes Dienstrad, entfällt die Versteuerung des geldwerten Vorteils, wodurch das Dienstfahrrad für den Arbeitnehmer steuerfrei ist.

Anbieter von Dienstfahrrädern bieten im Rahmen der Grundausstattung jedes Jobrads eine Vollkaskoversicherung zum Schutz des Fahrrads vor Diebstahl und Beschädigungen oder bei Unfällen. Die zusätzlich beinhaltete Mobilitätsgarantie bietet zudem unter anderem einen 24-Stunden-Notfallservice sowie eine Pannenhilfe. Zusätzliche Service-Leistungen, wie Inspektionen, können dazu gebucht werden.
Die sportliche Betätigung hat zudem äußerst positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Jobrad-Nutzer, denn vor allem bei Büro-Tätigkeiten kommt regelmäßige Bewegung häufig zu kurz. So wird der tägliche Weg zur Arbeit zusätzlich zu einem wichtigen Ausgleich neben dem Job.

Jobrad bei digatus

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Mit dem Jobrad möchten wir unseren Mitarbeitern eine gute Möglichkeit geben, um das Auto mal stehen zu lassen und gleichzeitig etwas für die Umwelt und die eigene Gesundheit zu tun. Das neu eingeführte Dienstrad-Angebot stößt bereits auf reges Interesse unter unseren Mitarbeitern und wird sehr gut angenommen. Derzeit sind schon drei Jobräder aktiv bei uns im Einsatz und weitere sind beantragt beziehungsweise bereits in Planung.

Wir haben zwei unserer bereits aktiven Jobrad-Nutzer gefragt, warum sie sich dafür entschieden haben:

Sebastian Sonnenschein (digatus Büro Augsburg):
Zum einen bietet die Jobradvariante natürlich finanzielle Vorteile gegenüber dem normalen Kauf. Aber auch die gesundheitlichen Aspekte waren mir wichtig. In meinem Job sitze ich sehr viel und der Büro-Alltag kann durchaus auch mal stressig werden. Dem versuche ich entgegenzuwirken und einen Ausgleich zu schaffen, unter anderem durch meinen rund 25 Kilometer langen Arbeitsweg am Lech entlang. Den ersten Erfahrungen nach funktioniert das auch wunderbar. Auch wenn mancher die E-Unterstützung belächeln mag, allein eine Stunde Bewegung an der frischen Luft verschafft einen klaren Kopf. Darüber hinaus hilft es auch ungemein einfach mal abzuschalten, da es im Gegensatz zum Auto schlicht nicht möglich ist auf dem Fahrrad bei meiner Geschwindigkeit noch Telefonate zu führen. Zugegebenermaßen bleibe ich aber ein Schönwetter-Fahrer, denn durchnässt im Büro anzukommen ist für mich dann doch keine Option. Ansonsten kann ich das Konzept aber nur jedem empfehlen. Da mich mein Arbeitsweg mit dem Auto von Norden über die B2 und die B17 führt, weiß der Kenner auch um die dort häufig vorherrschende Verkehrssituation: Stau. Insofern ist es auch immer wieder ein schönes Gefühl, Teil der Lösung und nicht Teil des Problems zu sein.

Patrick Streit (digatus Büro Nürnberg):
Meiner Erfahrung nach ist es häufig schwierig regelmäßige Sporteinheiten in den Alltag einzubinden und das auch konsequent beizubehalten. Das Jobrad ist für mich daher eine gute Möglichkeit, um mich fit zu halten. Da es sich dabei um den täglichen Weg zur Arbeit handelt, fühlt es sich nicht an wie eine zusätzliche Verpflichtung, die man irgendwie zwischen allen anderen Terminen unterbringen muss. Mit dem Rad zu fahren hilft mir außerdem merklich beim Stressabbau, da ich so deutlich entspannter wieder Zuhause ankomme als wenn ich mit dem Auto genervt durch die tägliche Rush-Hour fahre.

digatus

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